Am Freitag Abend empfing unsere erste Mannschaft zum Heimspiel in der Lotto Hessenliga den FC Bayern Alzenau. Die Gäste, die mit optimaler Punkteausbeute angereist waren, behielten nach 90 engen Minuten auch dieses Mal die Oberhand. Mit 0:1 ging das erste Hessenliga Heimspiel nach mehr als 11 Jahren knapp verloren. Dabei wusste die Mannschaft von Coach Amir Mustafic insbesondere zu Beginn gut dagegen zu halten. Die Führung erzielten jedoch die Gäste aus Alzenau. Auch in halbzeit zwei bot sich den rund 420 Zuschauern auf dem Nidda-Sportfeld ein enges Duell. Dem verpassten punkt lange nachzutrauern ist aber nicht angesagt, vielmehr richtet sich der Blick schon wieder nach vorne. Und dort wartet mit dem FC Gießen bereits am Dienstag Abend der nächste schwere Brocken auf die Mustafic-Elf. Der Tabellenführer und Aufstiegsfavorit kommt mit breiter Brust, dabei wird erneut alles von unserem team abverlangt.

 

Spielbericht der Wetterauer Zeitung (vom 11.08.2018)

Elf Jahre hatte der FV Bad Vilbel zuletzt in der Verbandsliga Süd Fußball gespielt, am Freitagabend Abend durfte der Aufsteiger erstmals wieder vor eigenem Publikum in der Hessenliga ran. Gegner war mit Bayern Alzenau einer der Topfavoriten und der setzte sich letztlich vor 420 Zuschauern etwas glücklich mit 1:0 durch.

Alzenau versuchte in den Anfangsminuten mit aggressivem Anlaufen sogleich das Kommando zu übernehmen, aber die Gastgeber leisteten sich nur wenige Wackler und konnten sich immer wieder befreien. Lediglich der ob seiner Erfahrung eigentlich als Stabilisator im Mittelfeld gedachte Tim Tilger brauchte etwas länger, spielte in der ersten halben Stunde einige Fehlpässe und sah früh die Gelbe Karte, nachdem er in einem Zweikampf zu spät gekommen war. Nach zehn Minuten hatte es Bad Vilbel geschafft, die Partie zu beruhigen. Und dann hatte der Aufsteiger sogar die erste Torchance: Der Ex-Alzenauer Kristijan Bejic köpfte nach einer Ecke aus zentraler Position knapp einen Meter über das Tor (24.).
Hessenliga: Führung für Bayern Aözenau aus dem Nichts Quasi aus dem Nichts fiel dann die Führung für die Gäste. Ein Einwurf wurde per Kopf verlängert und von Salvatore Baris Kopf sprang der Ball in einer hohen Flugkurve ins lange Eck (29.). Es war nicht die einzige Szene, in der Bad Vilbels Schlussmann Sadra Sememy etwas unschlüssig wirkte. Ajdin Maksumic versuchte aus 25 Metern, schnell zurückzuschlagen, doch sein Schuss war etwas zu hoch angesetzt (30.). Kurz darauf klärte Philipp Wörner nach Maksumics Hereingabe vor Alexander Bauscher (33.).

Über weite Strecken des zweiten Abschnitts kontrollierte Alzenau die Partie, ohne dafür ständig in Ballbesitz sein zu müssen. Denn die größeren Chancen hatten der Vizemeister auch, beispielsweise als ein Schuss von Kreso Ljubicic aus gut 20 Metern am Pfosten landete (48.). Und nach einer Flanke von Rico Kaiser musste Sememy gegen Hedon Selishta Kopf und Kragen riskieren, um das 0:2 zu verhindern (57.). Auch gegen Patrick Kalata griff Vilbels Keeper mutig zu (60.).
Hessenliga: FV Bad Vilbel in der zweiten Halbzeit mit wenig Durchschlagskraft Chancen der Gastgeber gab es dagegen selten. Maksumic wurde einmal im Strafraum geblockt (71.) und in der Schlussminute landete der Ball nach einer Ecke auf dem Alzenauer Tor. Zwischendurch hatte Bari nach einer Ecke einen Kopfball relativ knapp über den Vilbeler Kasten gesetzt (77.) und der schnelle Kalata nach einem Freistoß aus dem Halbfeld nicht genügend Wucht in seinen Kopfball gebracht (81.).

Amir Mustafic hatte sein Team trotz der Niederlage nicht schlechter gesehen. »Wir hatten ein paar herausgespielte Möglichkeiten, nicht nur durch Kick-and-Rush«, meinte Bad Vilbels Trainer. Alzenaus Coach Angelo Barletta räumte ein, dass sein Team in den ersten 20 Minuten »überhaupt keinen Zugriff« auf das Spiel gehabt habe. Insgesamt, meinte er, sei der Sieg aber verdient. »Ich bin ein bisschen enttäuscht und durcheinander nach dem Spiel. Aus meiner Sicht hätten wir mindestens ein Unentschieden verdient gehabt. Ich bin sehr stolz auf das, was meine Jungs gezeigt haben, auch wen wir in der einen oder anderen Situation vorne nicht so klar gespielt haben, dass eine Torchance dabei heraus kam«, schloss Mustafic.

Bad Vilbel: Sememy – Aslan, Grüter, Geh – Emmel, Knauer, Tilger (87. Toma), Sabic – Bejic (57, Knell), Maksumic (74. Brauburger), Bauscher

Alzenau: Brao – Wörner (76. Bergmann), Wilke, Auer, Calabrese – Kaiser, Milosevic (57. Schmitt), Ljubicic, Kalata – Selishta, Bari (90. Sejdovic)

 

Schiedsrichter: Scotece (Mörfelden-Walldorf)

Zuschauer: 420

Tor: 0:1 (29.) Bari

 

Roland Stipp