Das vorerst letzte Heimspiel in der Lotto Hessenliga ging nach schwacher Leistung mit 0:2 (0:2) an den ebenso bereits vor der Partie abgestiegenen Hünfelder SV. Man merkte allen in grün und weiß deutlich an, dass die Luft nach einer langen Saison und dem seit Sonntag feststehenden Abstieg raus war. Spätestens nach dem 0:2 ging nichts mehr.

Trainer Amir Mustafic gab wie angekündigt dem ein oder anderen Spieler, der im Laufe der Spielzeit weniger zum Zug kam, heute mehr Einsatzzeit. So standen mit Torwart Niklas Schulze, Mittelfeldspieler Dominik Budic und dem heute zunächst im Angriff aufgestellten Denis Hadzimusic drei Spieler gar in der Startelf. Im Vergleich zur Vorwoche war zudem Alexander Bauscher war wieder fit und auch Taiyo Ushiyama durfte von Beginn ran. Draußen blieben dafür Orband (ETW), Boeger, Embaye, Shuteriqi und Thielmann.

Der Gast aus Osthessen reiste wie schon in den vergangenen Wochen stark ersatzgeschwächt mit nur 14 Spielern an. Trainer Johannes Helmke rückte kurzfristig für den angeschlagenen Kapitän Julian Rohde in die Startelf. Als Einwechselspieler standen zudem nur Co-Trainer Simon Grosch und der etatmäßige Torhüter Benedikt Kaiser als Feldspieler zur Verfügung. Beide kamen im zweiten Durchgang zum Einsatz.

Unsere Mannschaft legte zunächst recht ordentlich los und war mehr in Ballbesitz. Wie so oft fehlte es vorne aber an Durchschlagskraft. So war es bezeichnend, dass Innenverteidiger Adnan Alik nach tollem Doppelpass mit Kaito Shimoda für erste leichte Gefahr sorgte. Sein Rechtsschuss verfehlte aber ebenso das Tor (10.) wie der Schuss von Kaito Shimoda in der 22. Minute, der über das Tor ging. Hünfeld stand hinten enggestaffelt und versuchte es mit schnellen Kontern. Die erste gute Möglichkeit hatte dabei Maximilian Froehlich, der an Schulze scheiterte. Besser machte es nach rund einer halben Stunde Kevin Krieger, der einen Pass von Froehlich im Rückraum freistehend verwandelte – 0:1.

Möglichkeiten zum schnellen Ausgleich gab es. Nach schönem öffnendem Pass von Vladimiros Safaridis auf Außenverteidiger Dominik Emmel gab dieser von rechts nach innen. Hadzimusic kam jedoch leider einen Schritt zu spät und wurde geblockt (36.). Gleiches Spiel zwei Minute später: Diesmal über links, Flanke Ushiyama und Hadzimusic kommt in der Mitte an den Ball. Statt aber direkt zu schießen, nahm er ihn an und gab so dem Abwehrspieler die Chance, noch zu stören. Es hätte zu dem Zeitpunkt aber auch schon 0:2 stehen können. Denn in der Minute dazwischen war Froehlich frei durch, legte vor dem herauseilenden Schulze quer, aber der mitgelaufene Nicolas Haeuser jagte den Ball rechts am Tor vorbei. In der 42. Minuten erzielten die Gäste aber dann tatsächlich das 0:2, Aaron Gadermann hielt den Fuß in der Mitte hin und schon zappelte der Ball erneute in unserem Netz.

Zur zweiten Halbzeit brachte Mustafic mit dem jungen Santiago Babovic für Ushiyama einen weiteren Ergänzungsspieler. Er kam im Angriff zum Einsatz, sodass Hadzimusic nach hinten links rückte. Auch Takahiro Okuno kam und ersetzte den angeschlagenen Routinier Emmel als Rechtsverteidiger. Die Männer schienen zunächst motiviert zu sein, das Ergebnis zu verbessern. Viel mehr als ein Kopfball von Visar Gashi nach Ecke und ein harmloser Schuss von Ayoub Lahchaychi innerhalb der ersten fünf Minuten nach Wiederbeginn wollten aber nicht herausspringen. Auch die Hünfelder machte nicht mehr viel nach vorne, sodass die zweite Halbzeit teils schwere Kost war. Die Luft war gänzlich raus und so ging es schiedlich-friedlich zu Ende.

Aufstellung FVBV: 22 Niklas Schulze – 13 Dominik Emmel (46. 4 Takahiro Okuno), 5 Adnan Alik, 17 Vladimiros Safaridis, 3 Taiyo Ushiyama (46. 15 Santiago Babovic) – 6 Visar Gashi – 8 Dominik Budic, 11 Kaito Shimoda – 10 Alexander Bauscher (c) – 16 Denis Hadzimusic, 19 Ayoub Lahchaychi.  

Tore: 0:1 Krieger (29.), 0:2 Gadermann (42.).

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Was bleibt als Fazit der Saison: Die Abstiegsrunde beenden wir mit 27 Punkten auf Platz acht genau einen Platz zu weit unten, um auch nächste Saison Hessenliga zu spielen. Wie schon so oft beschrieben fehlte es vorne an Qualität. Keiner der offensiven Spieler konnte sich dauerhaft in die Startelf spielen und vor allem öfters in der Torschützenliste eintragen. So musste Amir Mustafic im Angriff immer wieder improvisieren. Es fehlte ganz klar ein echter Torjäger. 18 Tore aus den Spielen gegen die Abstiegsrundenteilnehmer sind schlicht zu wenig. Hinten stand die Abwehr zwar grundsätzlich gut, den Titel als Team mit den wenigsten Gegentoren hätten wir aber gerne gegen den Klassenerhalt eingetauscht.

So blicken wir aber mit unseren Mitteln dennoch mit Stolz auf vier Spielzeiten in Hessens höchster Spielklasse zurück. 2018/19 konnten wir nach dem Aufstieg bereits zwei Spieltage vor Schluss den Klassenerhalt endgültig perfekt machen. In der gesamten Rückrunde stand man damals über dem Strich und belegte am Ende den 10. Platz. Die zweite Saison wurde mit Beginn der Corona-Pandemie nach rund zwei Dritteln abgebrochen. Über die Quotientenregel belegten wir Platz 13 und wären so wohl nicht abgestiegen. In der Vorsaison wurde dann bekanntermaßen bereits nach 12 Spieltagen abgebrochen, auch da standen wir auf Platz 13 bei 20 Teilnehmern. In dieser Saison mit dem geteilten Modus reichte es dann am Ende nicht, um den Abstieg zu verhindern.

Wir freuen uns dennoch auf die kommende Saison. In der Verbandsliga warten u.a. Duelle gegen die Frankfurter Nachbarn von Bornheim Grün-Weiss, FFV Sportfreunde 04 („Speuzer“) und SG Rot-Weiss Frankfurt. Und wahrscheinlich wird es auch ein Vilbeler Stadtduell geben, wenn der SC Dortelweil aufsteigt.

Nun heißt es erst einmal Sommerpause. Zeit zum Durchatmen, Zeit zum Akku aufladen und dann geht es auch schon bald weiter. Wir melden uns wieder, wenn es mit der Vorbereitung los geht. Das Team wird sich verändern. Wir werden sehen, wer dann als das grün-weiß Trikot tragen wird. Bis dahin wünschen wir allen eine gute und erholsam Zeit.

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